Anamnese

In der Anamnese wird ein Logopäde durch eine Befragung des Patienten und seiner Angehörigen medizinisch potenziell relevante Informationen sammeln. Weiterlesen

Artikulation

Die Artikulation ist die Aussprache von Lauten und Worten der menschlichen Sprache mit den Artikulationsorganen. Weiterlesen

Auditive Wahrnehmungsstörung

Eine auditive Verarbeitungs und Wahrnehmungsstörung liegt vor, wenn zentrale Prozesse des Hörens gestört sind. Das periphere Hören ist dabei intakt. Somit ist das Kind beim Hörtest des Kinderarztes unauffällig und reagiert auf Geräusche und Ansprache. Jedoch ist die zentrale Weiterleitung und Verarbeitung der Hörsignale beeinträchtigt. So kommt es zu Auffälligkeiten bei der Analyse von Zeit-, Frequenz- und Intensitätsbeziehungen akustischer Signale, Prozessen der binauralen Interaktionen (beidohriges Hören z.B. zur Geräuschlokalisation, Lateralisation und Störgeräuschfilterung) Weiterlesen

Logopädie

Aphasietherapie Logopädie Praxis Abel Computer

Feinmotorik Logopädie

Ein Logopäde diagnostiziert und behandelt Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörung, Redeflussstörungen und Lese- Rechtschreibstörungen. Auch bei Hörstörungen und zentral auditiven Verarbeitungsstörungen bietet die Logopädie Behandlungsmöglichkeiten an. Logopäden beraten Patienten und deren Angehörige und bieten Präventionsangebote und Fortbildungen, um Kommunikationsstörungen vorzubeugen. Darüber hinaus gibt es Logopäden in der Lehre und Forschung. Weiterlesen

Morbus Parkinson

Parkinson ist eine fortschreitende komplexe neurodegenerative Erkrankung, die alle Aspekte des täglichen Lebens betrifft. Sie wird verursacht durch die Zerstörung der Dopamin produzierenden Nervenzellen im Gehirn. Durch den entstehenden Mangel an Dopamin, können Nervenimpulse nicht mehr problemlos übermittelt werden. Dies führt zu Schwierigkeiten in der willkürlichen und unwillkürlichen Bewegungskontrolle. Zur Zeit gibt es verschiedene Therapieansätze zur Behandlung des Morbus Parkinsons, die bei den meisten Patienten gut ansprechen und ihnen ein aktives, selbstbestimmtes Leben ermöglichen. Eine Heilung ist jedoch nicht möglich. Parkinson ist die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung (nach Alzheimer). Etwa 1 % der über 60-Jährigen sind betroffen.

Erstmals beschrieben wurde die Krankheit bereits 1817 von dem englischen Arzt James Parkinson. Er beobachtete bei Patienten eine fortschreitende „Schüttellähmung“ und beschrieb diese ausführlich. Die Symptome der Parkinson-Erkrankung sind jedoch schon seit der Antike bekannt. Weiterlesen

Sprachentwicklung

Die Sprachentwicklung ist ein wichtiger Teil der kindlichen geistigen Entwicklung. In wenigen Jahren entwickeln hier Kinder die Fähigkeit lautsprachlich und nicht-lautsprachlich zu kommunizieren in mindestens einer Sprache. Diese Entwicklung verläuft in Phasen und umfasst das Sprachverständnis, den Wortschatz, die Grammatik und das Lautsytem der jeweiligen Sprache. Voraussetzung ist eine normale Hirnreifung, eine geistige, sozioemotionale und motorische Entwicklung und eine gesunde Wahrnehmungsfähigkeit. Entscheidend ist besonders ein kindgerechtes, vielfältiges sprachliches Angebot durch die wichtigsten Bezugspersonen des Kindes – die Eltern. Weiterlesen

Stottern

„Ihr alle schaut auf meinen Mund! Die ganze Welt starrt auf meinen Mund, wenn ich spreche!“ (jugendlicher Stotterer)

Stottern wird von den meisten Menschen als auffälliges Sprechen erkannt. Ganz allgemein ist es eine Störung des Sprechablaufs und der Kommunikation. Etwa 1% der Erwachsenen sind Stotterer. Die meisten Menschen kennen einen stotternden Menschen oder haben schon mal jemanden stotternd erlebt. Stottern entwickelt sich meist im Kindesalter. Es gibt aber auch seltene Fälle von erworbenem Stottern z.B. durch neurologische Erkrankungen.

Kernsymptome

Stottern zeigt sich in Blockaden des Sprechablaufs, durch Wiederholungen von Lauten und Silben, oder Dehnungen von Lauten. Auch stummes, tonloses Verharren kann ein Stottersymptom sein.

Sekundäre Symptome

Neben den Kernsymptomen entwickeln sich im Rahmen des Vermeideverhaltens der Stotterer sekundäre Symptome wie Mitbewegungen im Gesicht oder mit dem Körper, krampfhafte Mundbewegungen, mimischen Anstrengungen, Atemauffälligkeiten, „Tricks“ wie das Einschieben von Worten oder Floskeln und Vermeiden von Situationen oder Worten. Es entwickeln sich Sprechängste, unrealistische Erwartungen und Einstellungen zum Stottern und vieles mehr.

Jeder Stotterer zeigt einen sehr individuellen Mix aus Kernsymptomen, sekundären Symptomen , Sprechängsten, Tricks und Vermeidestrategien. Die meisten Stotterer haben schon früh einen hohen Leidensdruck. Weiterlesen