Endlich! Schlaganfall Selbsthilfegruppe in Mönchengladbach

Nun ist es endlich soweit! In Mönchengladbach wurde eine Schlaganfall Selbsthilfegruppe gegründet. Die Gruppe trifft sich jeden 1. Mittwoch im Monat im Franziskuskrankenhaus auf der Viersener Straße 450. Mit der Buslinie 019 kann man vom Rheydter Markt aus direkt bis vor das Krankenhaus fahren.

Die Selbsthilfe Gruppe ist offen für Patienten und Angehörige. Sie dient der Beratung und dem Austausch von Patienten und ihren Angehörigen. Aufgebaut wird die Gruppe von Frau Karin Sturm und ihrem Mann Albert Sturm aus Rheydt.

Sie sind für interessierte Fragen zu erreichen unter 02166 998071

oder ak-sturm@t-online.de

Wir wünschen der Selbsthilfegruppe für Schlaganfall – Patienten (Apoplektiker, Aphasiker) viel Erfolg und werden sie in Zukunft gern unterstützen.

Quelle: Link

Zu heiß gebadet ?

Frau K. (79 J.) hatte vor einem halben Jahr einen schweren Schlaganfall. Sie ist eine willensstarke und engagierte Frau, die vor dem Schlaganfall „alles im Griff“ hatte. Mit intensiver Therapie kämpft sie sich zurück ins Leben. Mit Hilfe der Physiotherapie kann sie inzwischen wieder ohne Stock laufen und den rechten Arm heben.

Ihre sprachlichen Beeinträchtigungen belasten sie sehr. Sie kann alles verstehen und möchte gern mitreden, aber die Sprechapraxie und eine Wortfindungsstörung machen es ihr schwer. Oft ist sie deshalb traurig und verzweifelt.

Aber in der Therapie lachen wir auch viel, denn manchmal schießt die Sprache einfach so heraus.

Hier ein Beispiel:

Ihr Mann ist ihr eine geduldige Stütze. Er muss jetzt den Haushalt versorgen und das ist nicht immer leicht. Eines Tages macht er die Wäsche und steckt auch die Trainingshose in die Maschine. Als Frau K. diese zum nächsten Physiotermin anziehen möchte, ist sie viel zu eng und zu kurz – eingelaufen.

Frau K. schimpft: “ Harry! Du hast meine Hose zu heiß gebadet!“

In Echtzeit: MRT-Film des Sprechens

Stundenlang mussten Patienten Mitte der 70er in ohrenbetäubend lauten MRT-Geräten ausharren, bis Aufnahmen aus ihrem Körperinneren fertig waren. Jens Frahm hat das Verfahren radikal revolutioniert – und ist dafür in die Hall of Fame der deutschen Forschung berufen worden. Nun ist er für den Europäischen Erfinderpreis nominiert worden!

Wir haben jetzt durch diese Technik die Möglichkeit das Sprechen genau zu beobachten. In diesem beeindruckenden Film erkennen wir, wie hochkomplex und atemberaubend schnell die Bewegungen von Zunge, Lippen, Gaumensegel, Stimmbändern und Kehlkopf koordiniert werden müssen, damit wir unsere vorher im Gehirn vorbereiteten Gedanken in gesprochene Sprache umsetzen können.

Unser Sprechen ist ein hochautomatisierter Vorgang, der die koordinierte Steuerung der Bereiche Atmung, Stimme, Artikulation und Schlucken erfordert. Wie anfällig dieses System ist, wird bei Störungen des Sprechens z.B. bei Dysarthrie und Stottern deutlich.

Quelle: Hall of Fame der deutschen Forschung: Wie Jens Frahm die Medizintechnik revolutioniert hat – SPIEGEL ONLINE – Video

https://www.mpg.de/12013900/echtzeit-filme-aus-dem-koerper

 

Seltene Krankheiten: Nur Mut, Dr. Fajgenbaum

Millionen Menschen weltweit leiden an seltenen Krankheiten. Um Diagnose und Therapie zu verbessern, lotet ein Arzt, der zugleich Betroffener ist, neue Wege aus.

Quelle: Seltene Krankheiten: Nur Mut, Dr. Fajgenbaum 

Der Arzt David Fajgenbaum leidet an einer sehr seltenen lebensbedrohlichen Krankheit. Er muss erfahren, dass die Forschung zu seltenen Krankheiten unorganisiert und ineffektiv ist und deshalb viele Menschen an diesen Krankheiten unbehandelt oder falsch behandelt sterben. Er baute ein Netzwerk auf, dass Forscher, Ärzte, Selbsthilfegruppen und Patienten seltener Krankheiten miteinander verbindet und so die Entwicklung der Diagnostik und Therapie dieser Krankheiten vorantreibt.

Auch Logopäden werden mit diesen Krankheiten konfrontiert und stehen als Therapeuten dann vor unbekanntem Neuland. Als ich aktuell zu dem Miller-Fisher-Syndrom recherchieren musste, war mir dieses Netzwerk und seine Datenbank eine große Hilfe. Ich konnte aktuelle Studien aufrufen, konnte meinem Patienten Kontakte zu Selbsthilfegruppen vermitteln und ihm die Gewissheit schenken, dass er im Forschungszentrum Aachen mit seiner Erkrankung in einer der wenigen vernetzten Fachkliniken in NRW „richtig“ ist.

Für alle anderen Patienten mit seltenen Erkrankungen und Syndromen hier der direkte Link zur Datenbank https://www.se-atlas.de/home/

Falls Ihre Erkrankung dort gelistet ist, finden Sie Links zu aktuellen Studien, Fachkliniken, Artikel aus Publikationen, Diagnostische Tests, Adressen von Selbsthilfeorganisationen, angebundene Netzwerke und Biodatenbanken.

Allen Interessierten hier aber auch noch einmal der ursprüngliche Artikel aus der F.A.Z Wissenschaft, der mich tief beeindruckt hat Seltene Krankheiten: Nur Mut, Dr. Fajgenbaum 

Stammzellentherapie – Mit IPS-Zellen gegen Parkinson

Bei der Behandlung des Morbus Parkinson setzt die Forschung Hoffnungen in die Stammzellentherapie. Japanische Forscher haben nun sogenannte IPS Zellen erfolgreich bei Affen getestet. Eine klinische Studie mit Parkinson Patienten soll nun 2018 folgen.

Den Tieren wurden induzierte pluripotente Stammzellen (IPS) ins Gehirn injiziert. Diese Zellen besitzen ähnliche Eigenschaften wie embryonale Stammzellen. Die Videoanalysen zeigten, einen stetigen Rückgang der Bewegungsstörungen. Der Blick ins Innere des Gehirns zeigte: Viele Zellen hatten zwei Jahre lang überlebt. Sie produzierten Dopamin und hatten Kontakt aufgenommen mit anderen Zellen des Nervensystems.

Bei anderen Versuchen mit Stammzellen entstanden Tumore. Diese fand man in diesem Experiment nicht. Die Abstoßungsreaktionen waren gering und medikamentös beherrschbar. Bis Aussagen über die Wirksamkeit der verpflanzten Zellen vorliegen, wird es voraussichtlich weitere drei bis vier Jahre dauern.

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Quelle: Stammzellentherapie – Mit IPS-Zellen gegen Parkinson

Weltweit einmalige Studie belegt Wirksamkeit intensiver Sprachtherapie bei chronischer Aphasie

Quelle: Weltweit einmalige Studie belegt Wirksamkeit intensiver Sprachtherapie bei chronischer Aphasie

Endlich konnte eine Studie belegen, dass durch eine intensive logopädische Therapie nach Schlaganfall nachhaltige Verbesserungen der Kommunikationsfähigkeit zu erzielen sind. Weiterlesen

Aphasie – ein Erfahrungsbericht

Nichts ist schlimmer, als in Schweigen zu verfallen!

Marion Weber war 42 , als ein Schlaganfall ihr die Sprache nahm. Was bedeutet es, keinen verständlichen Satz mehr herauszubringen und noch einmal sprechen lernen zu müssen? Wie können wir Angehörigen dabei helfen? Frau Weber war sportlich, sie spielte Hockey. Von einem Tag auf den Anderen konnte sie nicht mehr sprechen und das Lesen und Schreiben waren mühsam. Eine intensive Therapie über 2 Jahre half der zweifachen Mutter zurück in ihren Beruf. Heute kann sie wieder lesen, schreiben und sprechen! Weiterlesen